Reisefieber IV

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Wow jetzt bin ich schon wieder seid einer Woche zu Hause, aber ich bin noch nicht ganz angekommen. So einen schlimmen Jetlage wie dieses Mal, hatte ich noch nie.
Heute möchte ich euch endlich erzählen, wie wir unsere Reise geplant habe, erzählen wo es sich schwierig gestaltet hat und natürlich habe ich auch noch etwas genähtes für euch dabei.

Der Grund für diese Reise war ja die Hochzeit meiner lieben Freundin Jacky. Vor sechs Jahren war sie auch bei unsere Sause in Weiss dabei. Ganz ehrlich ohne diesen Grund hätte ich meinen Mann niemals dazu bewegen können, in eine Flugzeug zu steigen und mal eben gut 10 Stunden zu fliegen.
Wie ihr ja auch schon mitbekommen habt, ist das nicht meine erste Reise nach Nordamerika, darum weiss ich auch das man solche Reisen gut im voraus planen sollte, gerade wenn man mit kleinen Kindern reisest. Da ist man ja am Ende nicht ganz so spontan wie wenn man alleine reist.
Also habe ich mich gleich Anfang des Jahres um die wichtigste Dinge der Reise gekümmert und zwar das Organisieren der Passe. Eigentlich ein einfaches Thema, aber bei uns gibt es da eine Besonderheit. Mein Mann und meine Tochter haben neben der Schweizer Staatsbürgerschaft, auch noch die Canadische. Das kommt daher, da meine Mann in Canada geboren ist. Mein Sohn hätte eigentlich auch das Recht auf die Canadische Staatsbürgerschaft, aber diese habe ich noch nicht beantragt, weil das von der Schweiz aus immer sehr mühsam ist.
Meine Mann und ich konnten sich noch ganz schwach daran erinnern, mal irgendwo in den Medien gelesen zu habe, das sich bei der Einreise nach Canada für Canadisch Staatsbürger mit einer zweiten Staatsangehörigkeit etwas geändert hatte sollte und natürlich habe ich mich dann auf der Homepage der Goverment of Canada versucht zu informieren. Ich habe jedoch nichts besonderes gefunden.
Am Ende habe ich dann für alle eine Schweizer Pass beantragt, da dies einfach deutlich einfacher und auch günstiger war. Der Canadische Pass von meinem Mann war ausserdem schon seid gut 3 Jahren abgelaufen. Dadurch das wir ja nicht sehr lange in Nordamerika bleiben wollten, ist es auch keine Thema wegen des Visums (dachte ich zumindest).
Nach dem das erledigt war, habe ich auch noch Sonderurlaub für meine Kinder beantragt. Unsere Reise war ja  für den Anfang des neues Schuljahres geplant, da sie Hochzeit am 1. September sein sollte. Für meine Tochter sollte das auch das erste Jahr in der Schule sein. Das gut ist, wir leben in einem kleinen Dorf, das heiss, mit allen Kindern mit welchen meine Tochter in den Kindergarten gegangen ist, würde sie dann später in die Schule kommen. Ausserdem arbeite hier Kindergarten und Primaschule Hand in Hand und, so das sie dat schon eine Grossteil der Lehrer und Schüler kennt.  Also sollten sie diese drei Wochen zu Beginn des Schuljahres, in welchen sie dann schlussendlich fehlen würde, nicht völlig aus dem Konzept bringen. Von der Schulleitung bekam ich auch schnell eine Zusage, mit der Bedingung, das ich auf der Reise mit ihr den Schulstoff machen sollte, was ich auch so eingeplant hatte.
Anschliessend fingen meine Mann und ich uns an Gedanken über die genauen Reisepläne zu machen.
Schnell war klar, das wir uns einen Camper mieten wollten, da wir uns so flexibler fühlten. Ausserdem überlegten wir uns, welche Route wir fahren wollten. Am Anfang dachten wir noch, das wir nach der Hochzeit, welche der erste Punkt unsere Reise sein sollte, in Richtung Californien weiter reisen würden, dann entschieden wir uns aber dagegen. Diese Mal wollten wir nicht so viel Fahren, und lieber viele Ausflüge mit den Kinder machen. Es sollte eine entspannte Reise werden.
So entschieden wir, das wir nach der Hochzeit in Salem an die Küste Oregons fahren wollten, dann auf dem Highway 101 Richtung Norden und anschliessend mit der Fähre nach Vancouver Island, danach nach Whistler und dann nach Vancouver zurück, wo unsere Reise starten würde.
Relativ schnell war auch klar, dass wir mit den Kids einen Direktflug von Zürich nach Nordamerika nehmen wollte. Umsteigen mit übermüdetet und auch aufgedrehten Kinder  am Flughafen ist anstrengen 😀
Hier unten sieht man übrigens die Route, welche wir am Ende Schlussendlich gefahren sind. Die erste und die letzte Nacht haben wir jeweils in Surrey bei Vancouver in einem sehr herzigen B&B verbracht. Die letzten vier Tage vor dem Flug haben wir in Whistler verbracht, das hatten wir auch schon von der Schweiz aus gebucht. Der Rest ist dann spontan während unserer reise entstanden.
Und dann ging es auch schon an das Buchen der Flüge. Hierbei muss man ja den richtig Zeitpunkt abpassen. Bucht man zu früh, sind die Flüge sehr teuer und wenn man zu spät bucht dann auch.
Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich ja gleich die Flüge im Februar gebucht.
Meine Schwiegervater hat sich um die Flüge gekümmert, da er sehr viel von der Arbeit aus fliegen muss und immer ein Schnäppchen findet. Ausserdem begleiteten meine Schwiegereltern auch auf die Hochzeit.
Ende Juni herum wollte er buchen und zuvor sollten wir uns noch bei der Elektronische Reisegenehmigung kurz eTA registrieren. Das ist so etwas ähnliches wie das ESTA für die USA.
Für mich hat das dann alles wunderbar geklappt und dann wollte ich als nächstes meinen Mann und anschliessend die Kinder registrieren. Eine essentiell wichtige Frage war, in welchen Land man geboren sei. Das ist bei mir und den Kinder die Schweiz und bei meinem mann Canada. Ich habe das dann auch eingetragen und plötzlich hiess es, das es dieses eTA nicht bräuchte, da er ja Canadischer Staatsbürger sei. Das stimmt zwar, aber er wollte ja mit einem Schweizer Pass einreisen. Ich habe dann versucht raus zu finden wie die Reglung bei Doppelbürger sein, habe aber im Internet nichts vernünftiges gefunden. So wie schon am Anfang des Jahres.  Also habe ich dann bei der Canadischen Botschaft in Bern angerufen. Die klärten mich dann auf, das jeder welche die Canadische Staatsbürgerschaft und eine weiter hätten, nur noch mit einem Canadischen Pass einreise dürfe. Das habe sich seid 2016 geändert. Da war ich erstmal platt. In zwei Monaten wollten wir fliegen und so einen Pass zu beantragen ist mühsam und ausserdem dauert es sehr viel Zeit und Nerven.
Von den netten Heeren von der Botschaft habe ich dann sofort den Link zu den unterlangen für die Pässe bekommen. Ich musste nämlich nicht nur für meinen Mann einen Pass beantragen, sonder auch für meinen Tochter, da diese ja auch die Canadische Staatsbürgerschaft besass.
Das letzte mal habe ich so einen Pass für meinem Mann vor über 9 Jahre beantragt und glaubt mir, es ist fürchterlich mühsam. Man muss sehr viele Papiere organisieren, wie z.B. für meine Tochter eine original Geburtsurkunde und einen original Heiratsurkunde und das natürlich auf englisch und beglaubigt. Dann verlangen sie spezielle Passfotos in einem besondern Format, die nur von einem offiziellen Fotografen gemacht werden dürfen. Du musst extrem viel angeben unter anderem wo du in den letzten 10 Jahren gearbeitet hast usw.
Ausserdem braucht man für den Pass meiner Tochter einen „Declaration of Guarantor“, das ist eine Garantieerklärung. Diese muss von einem Person gemacht werden welche entweder eine gültigen Canadisch Pass hat und dich mindesten 2 Jahre persönlich kennt oder wenn man das nicht hat eine Arzt, Anwalt, Polizist, Zahnarzt, Apotheker, Bänker, Staatsanwalt und es gab noch eine paar andere Berufe welche akzeptiert wurden. Aber auch diese Person muss den Antragsteller mindestens 2 Jahre persönlich kennen.
Easy dachte ich, bei meiner Tochter würde ich meine ihre Kinderärztin fragen.
Und dann ging das Drama los.
Kennt ihr den Spruch, was der Bauer nicht kenn frisst er nicht? Genau das trifft auch viele Schweizer zu. Schnell stellte sich heraus, das es gar nicht so einfach war so einen Guarantor zu finden. Die Sekretärin von meinem Kinderart, hat dann ziemlich schnell sich dagegen ausgesprochen, weil sie so was in der Form nicht kannte. Am Ende hat das dann meine Hausärztin für mich gemacht, weil ich sie so lange genervt habe, bis sie dann ja saget.
Dann habe ich die Unterlagen von meiner Tochter und meinem Mann auf die Canadische Botschaft gebraucht. Leider hat sich dann rausgestellt, das der Antrag für meine Tochter richtig war, aber das ich für meinem Mann einen falschen ausgefüllt hat. Es gab dann nämlich je nach dem wie lange der Pass abgelaufen war verschieden Formulare und das welches er bräuchte, musste auch von einem Guarantor bestätigt worden sein.
Oh Leute ich habe mir dann die Finger wund telefoniert um noch einen für meinen Mann zu finden. Dadurch das meine meine Mann ja so viel arbeitet erledige ich viele der Sachen welche im Haushalt anstehen, so war seine Liste sehr kurz.  Die Personen welche dann in Fragen kamen, konnten oder durften aus den unterschiedlichsten Gründen nicht. Die Lady z.B. bei unseres Bank bei welcher wir den Kredit für unser Haus haben, hätte gerne für uns Unterschrieben. Wir kenne sie seid über 3 Jahre und sind mittlerweile auch befreundet. Das Problem aber war, das sie ihre Arbeitgeber eintragen musste. Dieser erlaubte das aber nicht, da ja zur Zeit die Banken (nicht alle) der Schweiz Stress mit den USA habe und darum auch irgendwie mit Canada und darum durfte sie für uns das nicht ausfüllen. Oder eine Bekannte von uns ist Staatsanwältin. Bei ihr scheiterte es daran, das ihr Unterschrift nur mit einem speziellen Stempel gültig ist. Diesen darf sie aber nicht für private zwecke mit nach Hauses nehme und private Dokumente darf sie nicht auf die Arbeit nehmen und damit dem Stempel versehen.
Es war ein Desaster und der der 27. August an welchen Tag wir ursprünglich unsere Reise starten wollten rückte immer näher.
Am Ende habe wir jemanden gefunden und mein Schwiegervater buchte sofort die Flüge, ein bisschen auch auf gut Glück, da wir noch nicht die Pässe hatten, aber je näher der Termin unseres Abfluges rückte desto teurer wurde sie Flüge. Nach 20 Tage waren die Pässe dann da.
Kurz vor knapp habe wir uns dann auf die suche nach einem Camper gemacht, was wir davor ja nicht konnten, da wir ja nicht genau wussten wann wir ankommen und später wider heim fliegen würden.
Das gestaltete sich dann auch sehr schwer. Dadurch das wir so spät dran waren, hatten wir kaum noch Möglichkeiten und viele Camper waren nicht mehr verfügbar. Trotzdem sind wir dann auf eine Seite einer deutschen Vermittlung fündig geworden.
Puh, da ist uns eine Stein vom Herzen gefallen.
Fast zwei Wochen später ist denen dann aufgefallen, das es diesen Camper noch nicht mehr gab und sie schlugen uns einen anderen Camper zu gleichen Preis vor, welcher aber etwas grösser war. Wir sagten natürlich sofort zu. Es verging wieder knapp eine Woche, da viele ihnen auf, das man in diesen Camper zwar zu viert schlafen könne, aber es nur für eine Kind einen Sitzplatz gab. Es gab dann noch ein paar weiter Angeboten von ihrer Seite aus, diese waren schlussendlich immer vergriffen, so das wir dann die Vermittlung wechselten. Da war es aber auch nicht besser. Die dritte Vermittlung meldete sich nach einigen Mails und Telefongesprächen einfach nicht mehr, unglaublich.
Und so kam es dann auch, das wir statt einem Camper den Chevy Suburban gemietet habe. Ganz ehrlich und ich bin sehr froh darüber, das war ein super Auto und die Kinder haben es geliebt. Eigentlich hatte wir ja ein kleineres Model gebucht, das war aber dann nicht da und so kam es, das wir den Grossen zum gleichen Preis bekommen haben.
Es ist echt spannend, wie schwierig es sich dieses mal gestaltet hat eine reise nach Nordamerika zu planen. Ich rate euch nur, fang früh an zu planen, wenn ihr so einen Trip machen wollt und ruft im schlimmsten Fall die Botschaft des Landes an in welches ihr reisen wollt um alle wichtigen Informationen zu bekommen, was ihr braucht um in das Land ein zu reisen. Weil Dinge ändern sich, wie wir jetzt gemerkt haben.
Wie letzte Woche schon erzählt, als dann die Reise los ging, lief alles super glatt, was wirklich angenehm war. Das einzigste was noch spannen war, als wie wieder in Vancouver waren und  einchecken wollten, wollte uns der Typ am Schalter auf Teufel komm raus nicht, dass meine Mann und meine Tochter mit dem Canadischen Pass reisen. Sie durften nur mit dem Schweizer Pass eingecheckt werde. Am Ende hat es sich wirklich ausgezahlt, das ich mit sieben Pässen unterwegs war.
Ganz ehrlich, auch wenn alles am Anfange etwas mühsam war, würde ich es wieder machen, denn die Reise war schlussendlich ein Traum!
So und nun komme ich zum meinem genähten etwas 😀
Vor meiner Reise habe ich ja die Bauchtasche für den Trip genäht und ich war dann so verzückt von dem Schnitt das ich dann gleich eine Kopfkino hatte. Ich habe mich ja bei Alles für Selbermacher mit verschiedener Hologrammfolie eingedeckt und ich wollte umbedingt noch ein Geschenk für meine liebe Freundin Jacky die Braut nähen. Dadurch das ich ja vor der Reise in einem wirklich schlimmen Nähtief war, war ich nicht wirklich produktiv gewesen. Meine Freundin ist eine ganz spezielle Lady und so Hologrammfolie und in das auch noch in diesen Regenbogen Farbtönen ist genau ihr Ding und weil mir das Freebook von delari „FRANSI“ so gut gefallen hat, musste noch eine her (wieder ohne die Fransen).
Gesagt – getan!
Ich muss sagen, so richtig warm werde ich mit dem Material nicht. Wie auch schon beim meiner Laptoptasche hatte ich sehr mühe, es zu vernähen, wenn es dick wurde, da viele Lagen aufeinander trafen. Ich habe auch in diese Tasche noch eine separates Reissverschlussfach gemacht und ein Bändel für den Hausschlüssel.
Zusammen mit dem passenden Regenbogenreissverschluss sieht es ziemlich cool aus und ich habe zu 100% ihren Geschmack getroffen. Das gute Stück durfte dann auch gleich mit auf ihre Hochzeitsreise.
Ich habe noch eine paar andere von diesen Folien und werde die dann irgendwann auch mal vernähen. Vielleicht gibt es ja einen besonderen Trick dabei.
Habt ihr einen für mich?
Was ist eure Erfahrung mit dieser Folie?
Vielleicht bin ich auch einfach zu doof dafür die Richtig zu vernähen.
Aber sie sieht schon ziemlich cool aus oder?

Ihr habt ja gesehen das auf manchen Bilden es aussieht, als hätte ich so nen Prismenfilter drauf gelegt. Dem ist übrigens nicht der Fall. Meine Freundin hat eine ganz coole Folie an ihren Fenster und wenn die Sonne da rein Scheint bricht sich das Licht wie an einem Kristall und  dann sieht es so aus. Ich werde mit jetzt auch diese Folie kaufen, weil es gibt schon ein paar fester bei unserem Haus, wo sie ganz praktisch wäre, weil man dann nicht mehr so einfach rein schauen könnte.

So aber jetzt lass ich euch auch wider. ich glaube so viel habe ich schon lange nicht mehr geschrieben.
Hier kommt nun die erste Runde Bilder von unserer Reise durch die USA:

Schnitt: Freebook „FRANSI“ von delari
Stoff: Hologrammfolie von Alles für Selbermacher
Futterstoff von Mamsell
Ösen und Schnallen von Prym
Regenbogenreissverschluss von Snaply
Gurtband von Bernina Zofingen
Verlinkt bei: CreadienstagHandmade on ThuesdayDienstagDingsTheCreativeLovers

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