Bärlauchpesto
Lange, lange ist es her, dass ich etwas übers Essen oder ähnliches geschrieben habe. Nun ist es wieder einmal an der Zeit!
Jedes Jahr ist es dasselbe, ich nehme mir vor, dieses Mal sammelst du wieder Bärlauch, jedes Mal vergesse ich es und am Ende schaffe ich es doch noch kurz vor knapp Bärlauch zu finden und zu sammeln.
 
So auch dieses Jahr.
Am vergangen Montag, war ich ja mit Kind und Kegel im Bally Park um schöne Bilder von dem „Meitlichleid“ zu machen. Anschliessend beschlossen mein Göttergatte und ich das tolle Wetter zu nutzen und mit den Kindern an der Aare spazieren zu gehen.Kaum waren wir im Wald fing es auch schon an nach Bärlauch zu riechen.
Da machte es *klink* in meinem Kopf, das war doch noch was 😀
Also habe ich Angefangen wie eine verrückte Bärlauch zu pflücken. Das ist am Ende gar nicht so leicht gewesen, Blätter zu finden, welche nicht von voller Vogelmist waren…
Aber ich habe es geschafft. Natürlich hatte ich prompt kein Sack dabei, darum musste ein Noschie vom Mini her als Säckchen umfunktioniert werde.Ich hatte recht Glück gehabt, wäre ich zwei Tage später gekommen, hätte der Bärlauch geblüht und man sagt ja man soll nicht blühenden Bärlauch zum verarbeiten nehmen.
Wusstet ihr eigentlich,  das Bärlauch eine antibakterielle Wirkung hat? So kann es beispielsweise Husten mildern und Fieber senken.
Es senkt sowohl den Cholesterinspiegel als auch den Blutdruck, kann Ablagerungen in den Blutgefäßen entgegenwirken und somit Herzinfarkten vorbeugen, krass oder?!?!
Am kommenden Tag bin ich dann zu meinen Eltern gefahren um da den Bärlauch zu verarbeiten. Meine Mutter hat einfach für so etwas die besseren Küchengeräte. ich könnte das zwar schon Zuhause, aber es ist immer sehr, sehr mühsam.
 
 Ich hab jetzt Mal aus Mamas schlauen Büchern ein 08/15 Bärlauchrezept (bzw. Mengenangabe) rausgesucht, ich mach das jedoch immer „Frei-Schnautze“.
•  270g Bärlauch
•  40g Pinienkerne
•  2-3 Knoblauchzehen
•  30g Parmesan
•  270ml Olivenöl
•  Salz
•  Pfeffer

Das Rezept an sich ist fürchterlich einfach, alles zusammen mixen und zerkleinern und in kleine Döschen abfüllen und anschliessend mit viel Freude essen.

Es ist sicher von Vorteil, wenn man die Pesto in den nächsten 2-4 Monaten verköstigt.Dieses Jahr hatte ich wirklich recht viel Bärlauch gesammelt und wäre das nicht alles so spontan gewesen und hätte ich mich etwas belesen, hätte ich noch andere Sachen aus Bärlauch gemacht wie Bärlauchteigwaren oder Bärlauchbutter, hab ich aber nicht. Stattdessen hab ich den Zerkleiner, Mixer oder wie auch immer diese Teil heiss von meiner Mutter an seine grenzen gebracht.Ich hatte so viel Bärlauch, das ich noch mal Pinienkerne nachkaufen musste und einen GANZE (!!!!) Knoblauch (Knolle?) in die Masse gemacht habe 😀

Stolze 8 Glässchen habe ich befüllt!

Anschliessend wollte ich eigentlich draussen so schöne Produktfotos machen, aber irgendwie hat das nicht so geklappt wie ich mir das vorgestellt hat. Wenigsten hat sich für eine kurze zeit eine Hummel als Models zu Verfügung gestellt, wohl das ja nicht ganz zu Bärlauch passt 😀

Trotzdem bin ich wirklich happy, des ich es diese Jahr wieder geschafft habe Bärlauchpesto zu machen und dann auch noch so viel, dass ich auch einige verschenken kann.
 
Auf dem Heimweg hatte ich dann eine wundervolle Aussicht. Ich bin schon Dankbar ihr in der Schweiz so sicher mit Kind und Kegle leben zu dürften, das ist wirklich nicht selbstverständlich.

5 Kommentare

  • yva

    Hmmm lecker! Das klingt alles ganz fantastisch! Schön dokumentiert 🙂
    Und die Schweiz ist neben Schweden das einzige Land, in das ich mit meiner Familie auswandern würde 🙂

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  • Lari Fox

    Mein Bärlauch im Garten ist noch gar nicht so weit…wie schön, dass ich jetzt weiß was dieses Jahr aus ihm werden soll :-))) Vielen lieben Dank für das Rezept! Es klingt super!

    Einen lieben Gruß von Lari

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  • steffysnaehecke

    Das klingt super, das Rezept probiere ich auch gleich mal aus 🙂 Wir haben ein bisschen Bärlauch im Garten der dringend geerntet werden muss 🙂

    LG
    Steffy

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  • zaubsie

    Bärlauchpesto hab ich gerade heute auch gemacht. Is total legga geworden, obwohls mein erstes Mal war. Ok, es ist aber auch kaum möglich, da wirklich viel falsch zu machen 🙂

    Und da ich noch Frischkäse zur Hand hatte, habe ich einen Teil des Bärlauchs kleingehackt und damit vermischt. Was ja nun bedeutet, dass ich morgen wohl auch noch ein Brot backen muss…. 😉

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  • Fräulein Wunderherz

    Hach, wie toll ich das finde! Ich freue mich auch immer so sehr über selbstgemachtes Essen. Das ist so schön nostalgisch und gleichzeitig so natürlich. Über meine selbstgemachte Erdbeermarmelade, die uns über den Winter gebracht hat zum Beispiel. Pesto habe ich auch schon selber gemacht, aber mit Rucola (ist auch total einfach). Bärlauch würde ich ja auch gerne mal ausprobieren.

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